Zwischen Nebel, Sternen und Feuerzangenbowle – Die Glühweinwanderung

Der Raiffeisenplatz in Neukirchen war an diesem Abend deutlich belebter als an den vergangenen Tagen, denn hier trafen wir uns um 18 Uhr zur Glühweinwanderung des KGV Neukirchen. 35 Teilnehmerinnen und Teilnehmer waren gekommen, deutlich mehr als im vergangenen Jahr, was schon beim Ankommen für eine lebendige und erwartungsvolle Stimmung sorgte. Nach einer kurzen Begrüßung durch Wanderführer Rainer Keim setzte sich die Gruppe in Bewegung und verschwand gemeinsam in die kalte, bereits dunkle Winternacht.

Der Weg führte zunächst durch Neukirchen, vorbei am REWE und an der katholischen Kirche, hinauf zu den Ententeichen oberhalb des Klingelbachs. Es war frostig, aber gut auszuhalten, und der Himmel zeigte sich anfangs noch klar. Auf dem Weg in Richtung Sonnenhof legten wir eine kurze Pause ein. Noch war der Jupiter deutlich zu sehen, auch das Sternbild Orion ließ sich gut erkennen. Martin Diebel nutzte den Moment für einen kurzen Einblick in die Sternenkunde und machte Lust auf die nächste gemeinsame Tour, die Sternenwanderung am 10.01.2026. Lange blieb dafür allerdings nicht viel Zeit. Der Himmel begann sich zu verändern, Nebel zog auf, erst zögerlich, dann immer dichter, bis die Sterne schließlich hinter einer grauen Wand verschwanden.

Bevor es weiterging, sorgte eine kleine Stärkung in Form von Stracker und Hochprozentigem, bereitgestellt von unserem Vorsitzenden Thorsten Brill, für zusätzliche Wärme. Danach wurde der Weg anspruchsvoller. Durch den Stadtwald in Richtung Seigertshausen war nun mehr Aufmerksamkeit gefragt. Die meisten waren mit Taschenlampen gut ausgerüstet, was sich als hilfreich erwies. Der Boden war gut angefroren, sodass wir wenigstens nicht im Matsch versanken. Eine abschüssige Wiese verlangte uns dennoch einiges ab. Wildschweine hatten hier ganze Arbeit geleistet und den Untergrund kräftig umgepflügt, sodass jeder Schritt bewusst gesetzt werden musste.

Schutzhütte bei Seigertshausen – bei der Ankunft erwarteten uns Tonnenfeuer, Bratwurst und Feuerzangenbowle. © KGV Neukirchen

Vorbei an der Thonkuppe, über die Brücke am Angersbach und am Klaushof entlang erreichten wir nach rund 4,5 Kilometern die Schutzhütte des Forstamts. Dort wartete bereits der gemütliche Teil des Abends. Philipp Keim und Reinhard Kohlhase hatten alles vorbereitet. Heißer Apfelwein, eine hervorragend gelungene Feuerzangenbowle, Bier und alkoholfreie Getränke standen bereit. Abgerundet wurde das Ganze durch frisch gegrillte originale Thüringer Bratwürste, die bei den winterlichen Temperaturen genau das Richtige waren.

Am Tonnenfeuer wurde gelacht, erzählt und aufgewärmt. Die Zeit verging wie von selbst, getragen von guten Gesprächen und dieser besonderen Stimmung, die entsteht, wenn man gemeinsam unterwegs war und den Abend in Ruhe ausklingen lässt. Später machte sich die Gruppe nach und nach wieder auf den Rückweg. Sabine Köhler-Keim und Björn Diebel boten einen Fahrdienst zurück nach Neukirchen an, der dankbar angenommen wurde. Einige ließen es sich dennoch nicht nehmen, den Rückweg zu Fuß anzutreten, diesmal allerdings über eine andere Strecke. Die umgepflügte Wiese musste man schließlich nicht zweimal erleben.

Ein besonderer Dank gilt Sabine Köhler-Keim, Philipp Keim, Reinhard Kohlhase und Björn Diebel. Mit viel Einsatz haben sie vorbereitet, gegrillt, organisiert und uns gefahren und damit maßgeblich dazu beigetragen, dass diese Glühweinwanderung ein rundum gelungener Abend wurde.

Hier ein kleiner Zusammenschnitt von Fotos von Ralf Döring.


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